Glossar


A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N

O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z


A

ABC-Waffen

Sammelbegriff für atomare-, biologische und chemische Waffen und Kampfmittel.

ABM: Antiballistic Missiles

Abwehrrakten gegen ballistische Atomraketen, insbesondere Interkontinentalraketen



ABM-Vetrag

Als Teil von SALT II 1972 zwischen den USA und der UdSSR abgeschlossener Vetrag zur Begrenzung der strategischen Rakentenabwehr. Der Vertrag wurde 2002 von den USA einseitig aufgekündigt.

Abschreckung

Bedrohung des Gegeners mittels eigener Waffen mit dem Ziel, den Gegener von kriegerischen Handlungen abzuhalten.

Atomwaffen

Atom-/Nuklearwaffen basieren auf der Technik der physikalischen Prozesse: Kernspaltung (Fission) bzw. Kernverschmelzung (Fusion).
Nach Zündung der Waffe werden Neutronen- und Gammastrahlung, Druck und Hitze erzeugt.



B

Ballistische Raketen

Flugkörper, der in der Regel während eines Teils seiner Flugbahn außerhalb der Atmosphäre operiert und den größten Teil seiner Flugbahn ohne Antriebskörper zurücklegt.



C

Circular Error Probability

Streukreishalbmesser; statistische Meßgröße zur Beschreibung der Zielgenauigkeit, die den Radius eines Kreises um einen Zielpunkt bezeichnet, in dem der Sprengkopf mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % auftrifft.

Counterforce-Waffen

Waffensysteme mit der Funktion, die strategischen Potentiale des Gegners zu vernichten.

Cruise Missile

Marschflugkörper, der in Bodennähe bis zu 2500 km weit fliegt und durch ein elektronisches Zielerfassungssystem und eine hohe Treffgenauigkeit verfügt.



D

Dual-Use

Nutzung von Ausgangsprodukten/Rohstoffen sowohl zu zivilen als auch - nach entsprechender Modifikation - für militärischen Zwecken.



E

Elektromagnetischer Puls

Wirkung vor allem von Nuklearwaffen in großer Höhe. Die erzeugten elektromagnetischen Felder können ungeschützte elektronische Geräte auf große Entfernung Schäden zufügen bzw. Störungen verursachen.

Erstschlagfähigkeit

Fähigkeit eines Staates oder Bündnisses, mir einem ersten Schlag das gesamte nukleare Gegenpotential soweit zu dezimieren, dass ein Vergeltungsschlag nicht mehr möglich ist.



F

Fission

Kernspaltung

Fusion

Kernverschmelzung



G



H



I

INF-Abkommen

Abkommenvom 8.12.1987 zwischen der UdSSR und den USA über die vollständige weltweite Abschaffung ihrer landgestützten nuklearen Mittelstreckenwaffen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 km.

Interkontinentalrakete

Ballistische Rakete mit interkontinentaler Reichweite.

Ionisation

Vorgang, bei dem Atome durch Abgabe oder Aufnahme von Elektronen in ein positiv oder negativ geladenes Ion übergehen



J



K

Kernwaffen

s.a. Atomwaffen

Kinetische Waffe

Waffe, bei der ein Projektil auf so hohe Geschwindigkeit beschleunigt wird, dass es beim Auftreffen großen mechanischen Schaden anrichtet



L



M

Mehrfachsprengköpfe

Wiedereintrittsflugkörper mit mehreren unabhängig voneinander steuerbaren Gefechtsköpfen



N

Neutronenbombe

Thermonukleare Bombe für den taktischen Einsatz, wobei aufgrund der stark gesteigerten radioaktiven Anfangsstrahlung insbesondere Lebewesen durch Neutronenstrahlung getötet werden, militärisches Gerät jedoch weitgehend unzerstört bleiben soll.

Nichtweiterverbreitungsvertrag (NPT)

Vetrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen aus dem JAhre 1968

Nukleare Schwellenländer

Länder, die in der Lage sind, Atomsprengköpfe herzustellen oder sein könnten, jedoch nicht zu den traditionellen Kernwaffenstaaten gehören.



O



P

Plutonium and Uranium Reduction and Extraction (PUREX)

Chemisches Wiederaufbereitungverfahren für abgebrannte Brennelemente

Präemption

Einsatz von (Atom-) Waffen, der davon ausgeht, dass ein gegnerischer Einsatz unmittelbar bevorsteht oder bereits begonnen hat.

Proliferation

- horizontale: Erhöhung der Zahl der Kernwaffenstaaten
- Sekundär-: Proliferation, die von Staaten ausgeht, die nicht zu den traditionellen Kernwafefnstaaten zählen.
- vertikale: Die Vergrößerung oder technologische Weiterentwicklung des Atomwaffenarsenals von Kernwaffenstaaten.


Q



R



S



T

Thermonukleare Waffe

Auch Kernwaffe der zweiten Generation oder Wasserstoffbombe genannt, bei denen im Gegensatz zu Kernspaltsprengkörper ein großer Teil der freigesetzen Energie durch Kernfusion (Kernverschmelzung) bezogen wird. Die mögliche Explosionsenergie ist nach oben hin unbegrenzt.

Traditionelle Atomwaffenstaaten

Hierbei handelt es sich um diejenigen Staaten die zum 1.1.1967 bereits im Besitz von Atomwaffen waren. (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China)



U



V

Verifikation

Kontrolle/Überprüfung der Einhaltung von Vertragsbestimmungen, einseitig, mit und ohne Mitwirkung der gegenseite bzw. durch gemeinsame oder dritte Organe.



W

Wasserstoffbombe

s. Thermonukleare Waffe



X



Y



Z

Zweitschlagfähigkeit

Fähigkeit, einen Gegner nach Hinnahme eines nuklaren Schlages mit dem verbleibenden nuklearstrategischen Potential unakzeptablen Schaden zuzufügen.